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Lampenfieber und wie du dieses in Performance-Power verwandelst
Nervös, nasse Hände, trockener Mund, Beklemmung in der Brust, Kloß im Hals…oder auch Lampenfieber. Was es damit auf sich hat, warum du es hast und was du dagegen tun kannst? Ich zeig dir einige Methoden im Blogartikel. 😉

Die gute Nachricht vorweg: Lampenfieber ist eine natürliche Reaktion des Körpers. Menschen halten sich – ähnlich wie Tiere – gerne in einer Gruppe auf, weil sie sich dort sicher fühlen. Du hast es sicher schon beobachtet. Du betrittst einen Raum voller Menschen. Du kennst niemanden. Vielleicht fühlst du dich unsicher oder unwohl. Sobald du ein bekanntes Gesicht entdeckst, bist du erleichtert und fühlst dich sofort sicherer.

Warum nenne ich dir dieses Beispiel? Weil du ziemlich ähnliche Gefühle hast, wenn du vor eine Gruppe Menschen treten und sprechen musst. Einen Vortrag, einen Präsentation – oder wie in meinem Fall eine Moderation – abhalten musst. Du trennst dich von deinem “Rudel”. Musst sozusagen allein vor die Meute. Außerdem ist es eine ungewohnte Situation für dich. Im Gehirn wird ein Stressreiz ausgelöst, der die körperlichen Symptome hervorruft, die ich zu Beginn beschrieben habe. Aber, wirst du jetzt denken, nicht alle Menschen sind so. Manche lieben es, etwas vorzutragen und im Rampenlicht zu stehen. Stimmt! Auch diese Menschen sind nervös, glaub mir, doch sie gehen anders damit um. 😉

Die zwei zentralen Ängste

Wenn Menschen vor Publikum treten müssen haben sie zwei Ängste. Erstens die Angst, was denn die Anderen von ihnen denken. Zweitens die Angst zu Versagen und was dann die Leute denken und wie sie die Person dadurch dann beurteilen.

Weitere Ängste, die in Zusammenhang mit öffentlichen Reden auftreten, sind:

-> Die Angst zu Versagen
-> Die Angst sich zu blamieren (aufgrund eines Hängers oder Blackouts)
-> Die Angst vor dem Unbekannten (du weißt im Vorfeld nicht was passiert)
-> Die Angst, nicht gut genug zu sein

Okay, dieses Rätsel hätten wir dann mal gelöst. Bei uns Menschen ist es vordergründig so, dass wir immer, egal wo wir sind, einen guten Eindruck bei anderen hinterlassen möchten. Wenn wir also vor Publikum stehen und sprechen und alle Augen auf uns gerichtet sind, möchten wir einfach einen guten Eindruck hinterlassen! Wir möchten vor anderen einfach gut dastehen – bewusst oder unbewusst.

Gut, wie schaffen wir es also jetzt, Lampenfieber in – ich nenne es – positive Nervosität oder Performance Power, umzuwandeln?

Hier habe ich ein paar Tricks für dich:

  • Nervosität anders bewerten:

Anstatt die Aufregung vor einer Rede oder einem Vortrag negativ zu sehen, nimm das doch als gutes Zeichen. Nervosität ist ein Leistungs-Booster. Dieses Kribbeln, diesen Nervenkitzel brauchst du, um Energie aufzubauen, deine Leistung abzurufen und konzentriert zu bleiben. #performanceboost Dein Gehirn und deine Leistung sprichwörtlich wachzukitzeln. Und genau das wollen wir! 🙂 Wir möchten unsere Bestleistung bringen und auch Freude dabei haben. Nicht Angst oder gar Panik.

  • Mindestens 90% der Menschen sind nervös, wenn sie vor Publikum sprechen oder vortragen müssen.

Nein, diese Zahl hab ich mir nicht ausgedacht, das ist Tatsache. Auch in meinen Kursen bestätigt sich diese Zahl, da in einer Gruppe von 50 Leuten, vielleicht 3-4 Menschen dabei sind, die gerne vor Publikum treten oder es ihnen zumindest nichts ausmacht. Heißt also für dich: Im Grunde geht es jedem gleich und niemand möchte jetzt so richtig gerne mit dir tauschen.

  • Nicht in die Emotion reinsteigern!

Vielleicht kennst du das von dir selbst oder anderen. Jemand ist nervös und bauscht dieses Gefühl so richtig auf. Lebt sich voll hinein und ist am Ende soweit in der Emotion drin, dass er kurz vor einem Nervenzusammenbruch steht? Reiß dich zusammen! Auch wenn es für dich unangenehm ist, dir passiert nichts, du bist weder in Todesgefahr noch wirst du bedroht. Mach nicht mehr daraus als es ist. 🙂

  • Was kann schlimmstenfalls passieren?

Stell dir vor deiner Präsentation/Rede diese Frage. Oftmals kommst du drauf, dass die Konsequenzen weit nicht so schlimm sind, wie du es dir vorher in deiner Fantasie ausgemalt hast.

  • Vorbereitung!

Ohne Vorbereitung geht´s nicht, das ist eine Grundvoraussetzung, um sich sicher zu fühlen. Wenn du dich vorab gut vorbereitet hast, auf mögliche Fragen des Publikums Antworten hast und deine Präsentation eingeübt ist, kann nicht mehr viel passieren. #beprepared

Ich möchte dich um Folgendes bitten, notiere dir die unten stehenden Punkte auf einem leeren Blatt Papier.

Es gibt einige zentrale Fragen, die du dir vorab stellen kannst und die dir enorm weiterhelfen:

#1 Wie willst du auf dein Publikum wirken und von ihm wahrgenommen werden? Schreib eine Liste mit 10 Eigenschaften auf

#2 Wie fühlst du dich, wenn du an deinen Vortrag/deine Rede/Präsentation etc. denkst?

#3 Hast du ein Vorbild? Einen Moderator, Speaker, eine Schauspielerin, eine Person, deren rhetorische Fähigkeiten du bewunderst?

Schreib dir alle diese Dinge auf. Das hilft dir, anders in die Situation reinzugehen. Du kannst auch dein Gefühl gegenüber dem Vortrag hinterfragen. Warum fühlst du dich in dem Moment so, was kannst du aktiv tun, um dich besser zu fühlen, oder gibt es vielleicht gar keinen Grund, sich so zu fühlen?

Es hilft dir auch, dir vor Augen zu halten, wie deine Vorbilder agieren. Vielleicht kannst du dich an ihnen orientieren und dir etwas abschauen, das du beim nächsten öffentlichen Auftritt auch so umsetzt.

Schreib mir deine Meinung und Erfahrungen in den Kommentaren. Ich freue mich von dir zu lesen! Wenn dir der Artikel gefallen hat, freue ich mich, wenn du ihn mit deinen Freunden teilst 🙂

Be extraordinary and stay positive!

Deine Marina

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